SOMA

17.10.2012 | STONERROCK.EU
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Napalm/Universal (55:05)

Review by Flow
VÖ: 28.09.

My Sleeping Karma sind zurück. Na endlich, wird sich der bekennende Fan sagen, so liegt das letzte Album eine gefühlte Ewigkeit zurück. Wie schon lange bekannt, erscheint das neue Werk unter Napalm Records um auch andere Vertriebswege in Anspruch nehmen zu können. Eins vorweg, Musikalisch hat sich dadurch glücklicherweise nichts verändert. Soma ist im übrigen der Name eines berauschenden Gottestrunkes, dessen Inhalte die Liednamen repräsentieren. Also Augen zu und eintauchen!

Auf geht’s mit der Zutat Pachyclada – und schon ist es wieder da, dieses Gribbeln in der Magengegend, welches kaum eine andere Band der Welt so hervorrufen kann. Ruhig und sanft leitet es ein, steigert sich in seiner Härte immer wieder aufs neue bis zum Refrainthema, welches die Zügel loslässt und Kopf und Beine stets zum zappeln anregt.

Die Interlude`s ist man von den Aschaffenburgern seit Satya bereits gewohnt. Diesmal jedoch wird die Namensgebung noch weiter geschmälert und ein schlichtes Interlude erscheint nach jedem Song auf dem Display. Im Gegensatz zu den aus dem Vorgänger bekannten Einschüben denkt man allerdings, man befindet sich in einem komplett neuen Song und weniger in einer Überleitung. Diese großartigen Songschnipsel stellen zum Teil Haare auf und rufen, wie z.B im Falle von Interlude 4 etwas Wehmut hervor, da man diese Fetzen durchaus auf einen richtigen Track hätte ausweiten können und so schöne Kinder auch einen richtigen Namen verdient haben!

Die ”richtigen“ Tracks schaffen es allesamt auf eine Länge um die 7 Minuten Marke. Die vergehen wie im Schlaf und beinhalten grundsätzlich ruhige Melodien, welche sich teilweise zu richtigen Monstern verwandeln. Eine solche ”Härte“ war man von den Jungs bisher nur Live gewohnt, es gefällt aber auch auf CD. Besonders zu erwähnen wäre hier Saumya. Boar, was für ein Brett.

Wer jetzt denkt: „Dadurch geht doch der ganze Flair verloren“, der täuscht sich. Eher im Gegenteil, es ist noch mehr Genuss als auf den vorherigen Scheiben und der Puls wird durch die Interlude`s genüsslich wieder heruntergefahren.

Rein musikalisch könnten alle Songs ebenso auf den vorherigen Alben anzutreffen sein, doch gebündelt auf dieser Scheibe könnten sie besser nicht harmonieren. My Sleeping Karma haben sich weiterentwickelt ohne ihren eigenen Flair zu verlieren. Instrumental konnte man die Jungs ohnehin nie anzweifeln. Wären da nicht die Interlude`s, die rein aufgrund ihrer Länge und ihrer unspektakulären Namensgebung einen Hauch von Lustlosigkeit versprühen. Dem gegenüber stehen allerdings 55 Minuten voll von großartige Hits, wie zum Beispiel den Vorabtrack Ephedra, der nichtmehr aus dem Kopf will und die Repeattaste zum Überlebenskampf herausfordert. Allgemein gesehen kann man das Album immer hören, nichtmehr nur zum Einschlafen, zum Auto fahren oder zum herumdösen. Egal wo, Soma nimmt einen mit auf seine Reise, lässt einen träumen, grinsen, lachen, trauern. My Sleeping Karma – Mehr Gefühl aus Lautsprechern geht nicht!

By the way, eventuell noch ein kleiner Vorschlag für zukünftige Festivalhits: Pachyclada, Ephedra, Eleusine coracana, Saumya and Somalatha…K-K-K-K-Karmaaaaa!

 
http://www.stonerrock.eu/?p=7831

13.10.2012 | underground-empire.com
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Napalm/Universal (55:05)

Review by Walter Scheurer
VÖ: 28.09.

Es ist spannend zu beobachten und mitzuverfolgen, wie einige Zeit zuvor noch eher unbeliebte bis regelrecht verachtend abgehandelte Gangarten plötzlich wieder zum ganz heißen Sch... werden können. So hat beispielsweise Instrumentalmusik zuletzt einen wahrlich kometenhaften (Wieder-)Aufstieg erlebt, und dieser scheint - ebenso wie jener der sogenannten "Retro"-Schiene - auch noch lange nicht beendet zu sein. Gut für die Bands, die sich in jener Gangart pudelwohl fühlen, aber noch viel besser für Musikliebhaber, denen es (wieder oder auch zum ersten Mal) danach gelüstet, sich erst gar nicht mit Gesang auseinandersetzen zu müssen, sondern die nichts anderes im Sinn haben, als schlicht und ergreifend in einen "Instrumental-Kosmos" abzutauchen.

Eines der Paradebeispiele für derlei Sounds sind für mich zweifelsohne die Aschaffenburger MY SLEEPING KARMA, die in dieser Szene mittlerweile wohl bereits zur Institution geworden sind und zudem seit kurzer Zeit auch bei einem mehr als nur renommierten Label unter Vertrag stehen. Als Besonderheit des Quartetts empfinde ich den Umstand, daß es den Jungs bis dato immerzu gelungen ist, ihre Kompositionen dermaßen intensiv anzulegen, daß man nicht einmal mit dem Begriff "Eintauchen" deren Klangwelt ausreichend und umfassend beschreiben kann.

Vielmehr ist es eine Art "Reise", die man als Zuhörer bei der nötigen Hingabe mit MY SLEEPING KARMA unternehmen kann. Diese deckt - dem Bandnamen, den Song(?)titeln wie auch der Atmosphäre entsprechend - natürlich vorwiegend den indischen Bereich in diversen Melodienbögen und Einsprengsel ab, ebenso aber auch herrlich psychedelische (Retro - wie war das nochmal mit "zwei Fliegen auf einen Streich"...) Rock-Sphären, die von PINK FLOYD ebenso beeinflußt klingen wie auch von Space-Rock-Helden à la HAWKWIND oder Kraut-Rock-Ikonen vom Schlage AMON DÜÜL.

Doch auch das ist noch immer nicht alles, denn MY SLEEPING KARMA belassen es auch auf ihrem vierten Album keineswegs "nur" dabei, sondern kredenzen auch immer wieder herrlich fett groovende Rock-Riffs, für die mitunter durchaus auch Meister Tony Iommi Pate gestanden haben könnte. Speziell durch den nicht zu verleugnenden Heftigkeitsfaktor in Sachen Riffs wissen sich MY SLEEPING KARMA, auch vom mittlerweile gar nicht mehr so geringen Wettbewerb abzugrenzen und sollten daher auch nicht ganz so tolerante Rockmusik-Liebhaber anzusprechen wissen - auch wenn hier sehr wohl zugefügt werden muß, daß es doch einer gewissen Muse und Hingabe benötigt, um sich erst einmal auf diese gemeinsame "Reise" mit der Band einzulassen. BEINDRUCKEND

 
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12.10.2012 | XXL Rock
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Napalm/Universal (55:05)

Review by Christian Hemmer
VÖ: 28.09.

Wow!!!!
Was für eine musikalische Offenbarung! My Sleeping Karma schaffen es auf ihrem vierten Longplayer „Soma" den Hörer mitzunehmen auf eine klanglich außerdimensionale Reise durch das Universum. Die vier Aschaffenburger erschaffen eine Klangwelt, die so unglaublich intensiv ist, dass sie Dich sofort packt und erst nach erst einer knappen Stunde wieder in die Realität entlässt. So muss man sich einen Drogenrausch ohne Drogen vorstellen. Und ohne Nebenwirkungen, denn die hier gespielte Musik hat nichts Negatives an sich, sondern erweitert Dein Bewusstsein auf positive Weise, wir hören hier quasi vertonte Schönheit. Der Suchtfaktor ist allerdings ähnlich wie bei echten Drogen, man kommt einfach nicht mehr davon los! Egal ob man es Psychedelic Rock, Space Rock, oder Post Rock nennen will, es ist sphärisch, extrem intensiv uns außergewöhnlich.


Ich verkneife mir irgendwelche Vergleiche mit Szenegrößen wie Pink Floyd o.ä., denn My Sleeping Karma stehen einfach für sich und haben irgendwelche Vergleiche oder Namedropping überhaupt nicht nötig. Auch stellt sich für mich die Frage nach Gesang überhaupt nicht. Denn nicht nur, dass es auf „Soma" keine Sekunde langweilig ist, ich bin sogar der Meinung, dass Gesang, egal wie schön oder talentiert er auch sein mag, dieses herrliche Gesamtkunstwerk stören oder gar zerstören würde.


Dieses Werk ist schlicht und ergreifend als „perfekt" zu bezeichnen, eine wunderschöne Reise durch eine klangliche Parallelwelt. Ich habe mir dieses Album mitten in der Nacht im Stockdunkel in entsprechender Lautstärke über Kopfhörer angehört und kann diese Herangehensweise nur jedem empfehlen: Gänsehaut pur!!!!! Anspieltipps wären ein Sakrileg- dieses Album MUSS man komplett am Stück hören!!
Besser geht´s echt nicht, Jungs!! Ich verneige mich vor Eurem Talent und zücke die Höchstnote!!!

 
http://xxl-rock.com/index.php/cd-reviews/cd-reviews-l-m/2913-my-sleeping-karma-soma.html

 

22.09.2012 | RockHard
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Napalm/Universal (55:05)

Review by Mike Borrink
VÖ: 28.09.


Mit ihrem Wechsel vom fast familiären Elektrohasch-Umfeld zum österreichischen Label Napalm Records tragen die Psychedelic-Spezialisten MY SLEEPING KARMA auch ihrem wachsenden Erfolg in der Metalszene Rechnung. Die legendären Liveshows des Aschaffenburger Instrumental-Quartetts wirken nämlich auch auf harte Jungs bewusstseinserweiternd und einmalig berauschend. Auch das vierte Album „Soma“ ist daher nicht weniger als ein musikgewordener Rauschtrank mit den Zutaten ´Pachyclada´, ´Ephedra´, ´Eleusine Coracana´, ´Saumya´, ´Somalatha´ und ´Psilocybe´. Hier betörend leise, von sanften Naturgeräuschen durchsetzt, dort brachial und ultra-groovy: einmal Universum und zurück in nur 55 Minuten. Wie liest es sich doch so schön in der Rigveda, einer der wichtigsten Schriften des Hinduismus: „Wir haben das Soma getrunken; wir sind unsterblich geworden, wir haben das Licht gesehen; wir haben die Götter gefunden.“ Eines ist sicher: „Soma“ macht definitiv süchtig.

20.09.2012 | Eclipsed
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Psychedelic Groove Rock/New Artrock
(Napalm/Universal)


Prosecco, Limetten, Minze, Holunderblütensirup, Eis. Das sind die Zutaten zu Hugo, dem In-Getränk dieses Sommers. Pachyclada, Ephedra, Eleusine Coracana, Saumya, Somalatha und Psilocybe sind gemäß der einschlägigen Literatur die Zutaten zu Soma, dem Ritualtrank der hinduistischen Götter. Nach ihnen sind die sechs Tracks des neuen Albums von My Sleeping Karma benannt, das – natürlich – „Soma“ heißt. Wie Hugo der Hit dieses Sommers könnte „Soma“ zum Hit dieses Herbstes werden. Denn die Aschaffenburger legen mit ihm einen furiosen New Artrock hin, der selbstverständlich die üblichen Stilmittel des Genres bietet: großflächige Instrumentalpassagen, wiederkehrende Riffs, hypnotische Grooves und sich auftürmende Wellen aus Klängen, die mal alles wegspülen und mal für Erfrischung sorgen. Das ist nicht neu, aber exzellent produziert. MSK sind ihrem Stil treu geblieben, haben qualitativ aber einen Quantensprung vollzogen. Was umso bewundernswerter ist, da schon ihre vorherigen Alben nicht von schlechten Eltern waren. Zwischen die sechs völlig verschiedenen Haupttracks hat die Band fünf ruhigere Interludien gesetzt, die den Hörer auf das jeweils nächste Stück einstimmen. Vieles, aber nicht alles, was indisch betitelt ist, klingt auch indisch. Neben den allgegenwärtigen Gitarrenwänden gibt es schräge Synthiesoli („Pachyclada“), spacige Hintergrundklänge („Eleusine Coracana“), spanisches Flair („Psilocybe“) und jede Menge wunderbare Melodien („Ephedra“, „Saumya“). Mit zwei Bonustracks demonstriert die Band ihre Offenheit für andere Stile: ein mit Oud, Saz und Sitar vorgetragenes Intermezzo und ein HipHop-Remix eines Tracks vom 2006er Debüt. Übrigens: Hugo trinken und „Soma“ hören – das ist eine wunderbare Kombination.

Top-Track: Ephedra

* * * Bernd Sievers

 

19.09.2012 | METAL HAMMER
 
 
My Sleeping Karma –Soma

Matthias Mineur I 19.09.2012


Instrumental Rock 6  von 7
Songwriting 6 + Sound 5 + Hörspaß 6 ø = 5,66

Napalm/Universal (11 Songs / 56:10 Min.)
VÖ: 28.9.
Eine Erkenntnis, die für viele jüngere Rockfans neu sein dürfte: Man kann rein instrumentale Nummern über einen Zeitraum von fast einer Stunde aneinanderreihen, ohne dass Langeweile oder Überdruss aufkeimt. Und wie, bitteschön? Indem man gängige Rock-Strukturen aufbricht und stärker auf Sounds und Stimmungen setzt als auf mehr oder minder logisch anmutende Abfolgen von Intro-Strophe-Refrain-Solo.

Die latente Gefahr, dass derartig atmosphärische Klangmalereien schnell in der schläfrigen Chillout-Zone drogenvernebelter Knutschpartys verpuffen, vermeiden die Aschaffenburger My Sleeping Karma durch den handfesten Einsatz von Rock-Instrumentarium. SOMA heißt ihr neues Album, und um es angemessen zu beschreiben, stelle man sich den indisch-spirituellen Habitus von Kula Shaker, den lasziven Spirit früher Pink Floyd-Stücke (sagen wir mal zu Prä-MEDDLE-Zeiten), die verquere Ergonomie archaischer Krautrock-Kompositionen von Bands wie Ash Ra Temple oder Popol Vuh und die schwere Eleganz doomiger Tony Iommi/Black Sabbath-Riffs vor. Einzelne Stücke dieser superben Scheibe herauszustellen würde keinen Sinn ergeben, denn SOMA nimmt seinen Zuhörer mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, wo man an keiner Haltestelle aussteigen sollte. Magisch!

08.09.2012 | THE OBELISK
 
 
My Sleeping Karma –Soma
Thursday, September 6th, 2012 at 2:18 pm

 

My Sleeping Karma, Soma: Nectar of the Gods

Having proffered tonal sweetness and instrumental heavy psych groove since their self-titled debut made its way to the ears of an eager European scene in 2006 via Elektrohasch, the German four-piece My Sleeping Karma make a jump to Napalm Records for the release of their fourth album, the CD/2LP Soma. If one that’s going to bring them to the attention of a wider audience, it’s also a move for which they’re ready. Their last album, Tri (review here), was released in 2010 and found the band focusing on various aspects of Hindu theology, using the names of gods as themes running throughout the mostly instrumental tracks. With the prior Satya (review here) in 2008, it was Buddhism at the thematic fore. Musically, they’ve remained consistent despite working through these varied conceptual influences – you could hear Seppi’s guitar tone on the debut and on the latest and recognize the same smoothness in it then as now, though what he’s playing is more developed – and Soma takes for its basis the Hindu drink of the gods that shares its name. Each of the 55-minute full-length’s six central, mostly extended (six minutes and up) tracks is named for an “ingredient” in the soma, and each is also companioned by a transitional interlude, making the album as a whole an 11-track CD, beginning with “Pachyclada” and ending with “Psilocybe,” as each pair of songs between is separated by and interlude. This would be, at worst, a disruption of Soma’s progression, were it not for the fluidity of the material itself. If My Sleeping Karma wanted to base their fourth album around a drink, they did right in choosing something liquid, as there’s no better descriptive basis for the songs themselves – they flow as a liquid would, to be clearer about it. Rather than distract from that process, the interludes add to it, bolstering an already rich atmosphere and adding instrumental complexity and ambient vibing to the ebbs and flows within the more expansive, dynamic tracks. On any level you could want to evaluate it, Soma is a triumph in how it accomplishes the task it sets for itself – tonally, atmospherically, engagingly. It crafts memorable parts serving a greater whole and to call it manna doesn’t seem inappropriate (however disparate the cultural basis might be for doing so might be) given My Sleeping Karma’s otherworldly psychedelic range.

Most of the elements at work musically on Soma will be familiar to those who’ve experienced My Sleeping Karma’s sweetly-honed jamming before. Their apparent methodology remains consistent despite the varying themes – they jam – in a variety of moods and vibes, perhaps, but they jam nonetheless. Songs like “Pachyclada,” “Ephedra” and “Eleusine Coracana” are not without their structures, their peaks and valleys, but they have a direction underlying their largely open-feeling development. At an even nine minutes, opener “Pachyclada” is the longest piece on Soma (immediate points tallied to whatever scope might be kept) and sets the tone for what follows with strong hits from drummer Steffen punctuating the prevalent bassline of Matte as Seppi’s guitar gradually swells to prominence. One thing My Sleeping Karma has always done well is craft a chorus out of the instrumentation, and Seppi is quick to establish that of “Pachyclada” in a flicker of a lead that returns as a sort of mini-theme within the song itself, cycling through several times in the first half before a heavier tangent emerges in the second, still keeping to the same kind of idea, but turning it into a build that reaches a satisfying apex before calming and riding out, Norman’s keys adding proggy swirls and a sort of howling tonality to complement the guitar. From its very beginning, the song is rich and encompassing – on headphones its pull is even greater – and the rainy transition it makes into the first of the album’s five interludes is no less smooth than anything on “Pachyclada” itself. The interludes are a point of interest both sonically and conceptually, as they manage to be vastly different among themselves while also tying the material before and after them together. The one between “Pachyclada” and “Ephedra” is Seppi’s guitar alone, echoing layers of simple sweetness, but to contrast, the later interlude between “Saumya” and “Somalatha” is key-led, almost trip-hop in its construction, so there’s more at work there than just moving from one track to the next. With drums at the fore between “Ephedra” and “Eleusine Coracana” and Matte’s bass accompanying birdsong between “Eleusine Coracana” and “Saumya,” it’s as though each member of My Sleeping Karma was given an interlude of their own, finally culminating in the breathing-topped, beating-heart contemplative minimalism of the interlude between “Somalatha” and closer “Psilocybe.”

The key, then, becomes reading the songs as ingredients in the resulting tonic of Soma’s entirety. Each has a role to play, a mood of its own that it adds to the recipe. “Ephedra” is arguably the heaviest, in terms of distorted riffy parts, but that scarcely matters in relation to the pulse and push of the track itself or the effectiveness of its build, which launches after the 3:25 mark into a heavy rock groove that both offsets the peacefulness surrounding and reinforces it through contrast. Like “Pachyclada,” “Ephedra” has a spacey central figure from Seppi, and that remerges as Matte and Steffen hold the rhythm and Norman continues to enhance the atmosphere on synth, gradually quieting until once more bursting to life just past six and a half minutes in, reaching a quick climax at 7:10 and crashing out to the Steffen-led interlude that, thunder-sample included, carries through to “Eleusine Coracana.” Perhaps the interludes are meant to convey the break between when each ingredient is added to the final mixture, I don’t know, but the work in terms of the actual listening process, so I won’t question their inclusion. The guitar that joins Steffen’s drums gradually fades, as does the percussion, the thunder ringing out as a low hum that introduces the next track, which accordingly is a little darker, moving away from the lead lines to a more low-end-heavy approach. Matte’s bass features in the jam as it builds and crashes, and it offers some of Steffen’s best drumming as well, still having room for a long synth-fronted break at around five minutes in, a thudding build gradually emerging after the next minute and a half to more crashes and, like “Ephedra,” a quick payoff that ends the song, giving way to the bass/bird interlude that separates “Eleusine Coracana” from “Saumya” and serves as the centerpiece of the CD. I don’t know the vinyl edition breaks down the split, but the wind-sounding noise that moves the interlude into “Saumya” does so with no obvious upset to the flow, the latter track quickly picking up the pace and energy level with double-kick from Steffen under a heavily-riffed first minute. Seppi returns the guitars to punchy lead lines, and Matte follows closely on bass while the drums further impress with snare work, and they go back and forth for a while, almost mirroring the structure of “Pachyclada,” wherein a break at the halfway point pushes into a different direction of the same ideas.

 

That’s not to say the song is redundant, just similarly put together, that second half leading to a grand linear build that comes to a head at 5:45 in a righteous groove, Matte filling out the bottom while Seppi’s leads set the course before coming together in a head-down section of riffing made ethereal by Norman’s psychedelic swirling. The moment of dub-style follows, itself setting the tone for the ringing synth waves that run alongside the guitars, bass and drums in the early stretches of “Somalatha,” which gradually develops into more outwardly space-minded rock. Miniature undulations happen, and the synth doesn’t lapse in prominence, but Matte and Steffen keep the jam grounded as Steffen’s guitar increases tension until finally releasing just before the six-minute mark. It’s not the most satisfying payoff My Sleeping Karma have on offer for Soma, but it’s more sustained than some of the others, taking a course of its own until coming to a stop made final by impressive drum fills. The aforementioned final interlude follows, the beating heart and breathing samples giving the song a sense of life to go with the effected bassline that gives way to “Psilocybe,” and though that song begins stark with just Seppi’s guitar, it’s soon joined by the bass, drums and synth, and the band get ready to hit an early peak before resuming a quiet course and swelling once more to the final apex of the record. By the time they’re three minutes into the closer, they’ve passed one arc and are ready to begin laying the foundation for another, which Norman and Seppi do as Matte keeps a subtle rhythmic push alive. The second of “Psilocybe”’s two builds is more patient, unfolding more than slamming, and when it’s over, a surprising epilogue of airy guitar softly guides Soma to its fading conclusion. For more than just its wider distro, My Sleeping Karma’s fourth is a pivotal release for them. They are wholly cohesive and mature as a unit, bold in their explorations and firm in the ground from which those explorations are launched, and these songs are their most progressively charged yet. They have emerged as leaders in a crowded European scene, and if Soma proves anything at all, it’s that they’ve earned their place. Recommended.

 

Quelle http://theobelisk.net/obelisk/2012/09/06/my-sleeping-karma-soma-review

29.08.2012 | rockblog.bluesspot
 
rockblog.bluesspot
 
My Sleeping Karma –Soma
August 29, 2012 • 11:11

My Sleeping Karma laden zum Umtrunk ein und kredenzen uns ihr neues Album “Soma”. “Soma” ist der Rauschtrank der Götter und wird im Rigveda erwähnt, die älteste und eine der wichtigsten Schriften des Hinduismus. Über die Zusammensetzung des Rauschtranks gibt es einige Vermutungen. Die sechs Hauptkompositionen des Tonträgers tragen Namen aus der Pflanzenwelt und sind die von MSK vermuteten Zutaten zum Trank: “Pachyclada”, “Ephedra”, “Eleusine Coracana”, “Saumya”, “Somalatha” und “Psilocybe”. Diese phantastischen Musikstücke dauern zwischen sieben und neun Minuten und werden durch fünf Zwischenspiele/Interludes unterbrochen und auch locker verbunden. Die Interludes sind die Brücken, auf denen du nach dem jeweiligen Spektakel zum Regenerieren und Relaxen verweilst. Du hörst betörende, leise und sanfte Saiten-, Schlagzeug- und Tastentöne, angereichert und noch verfeinert mit Geräuschen aus der Natur.
 
Die Hauptkompositionen sind: Zum Wohlfühlen oder Nacken brechend, cruisend oder den Turbolader einschaltend, brachial oder leise, sehr detailliert oder manchmal einfach, grob oder fein, stoned oder klar, berauschend oder beruhigend, gewaltig oder dezent. Du kannst deine Hände zur Pommesgabel formen und gen Himmel recken oder mitsummen. Alles drin. Oder um Matte, den Bassisten von MSK, zu zitieren, der bei Liveauftritten sich, die Jungs und die MSK Trunkenen auffordert: Auf geht`s! Und dann geht`s ab, auf und vor der Bühne. Der MSK Groove schraubt dir oft genug den Schädel ab, kratzt dich so auf, das du in andere Sphären abtauchst oder schwebst. Musik völlig neben der, die alltäglich gesendet, verbreitet und formatiert wird. Musik, die in dieser Machart keine Nachbarn kennt. In der knapp 56 minütigen Spielzeit von “Soma” hörst du Stoner- und Psychedelic Rock, kreativ, progressiv und äußerst spannend. Der Sound ist sehr gut: Der Bass ist unüberhörbar, das Schlagzeug klingt wie eines, nicht wie Tischtennisspielen in einem Sperrholzschrank. Und die Gitarren- und Soundboardklänge sind eh nicht von dieser Welt.
 
Das Cover, gestaltet von Sebastian Jerke, ist ein visueller Augenschmaus, es gibt viel zu entdecken. Matte am Bass, Norman mit seinem Soundboard, Seppi an den Gitarren und Steffen am Schlagzeug haben mit Soma ein Psychedelic Rock Zeugnis mit überragenden Noten kreiert. Und schaut euch die Jungs demnächst unbedingt live und in Farbe an, und ihr werdet erleben, das “Soma” nicht nur ein Rausch-, sondern auch ein Zaubertrank ist. Auf geht`s…..( Volker )
 
Quelle